SDG Projektname Beschreibung
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Sharing Economy – Nutzen statt besitzen
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Am Markt kann man Kaufen und Verkaufen. So auch auf einer digitalen Marktplattform. Sharing Economy ist das Schlagwort für Online-Tauschbörsen zu Kleidern, Werkzeugen, Haushaltsgeräten oder Dienstleistungen. Dieses Geschäftsmodell des Teilens wird auch für Mobilitäts- und Reiseangebote angewandt, es entstehen hybride Märkte, wo privat und sozial miteinander verbunden werden. Für Tauschbörsen gilt die Faustregel: Je grösser der Kreis der TeilnehmerInnen, desto grösser das Angebot.
Das Interesse an Sharing-Angeboten ist vorhanden, Tendenz steigend, wobei es vor allem die Jüngeren sind, die über digitale Marktplätze tauschen. Sie schätzen die räumliche Ausdehnung des Marktes und sind gewohnt sich in digitalen Medien aufzuhalten.
Das dynamische Umfeld in einem wachsenden Markt bietet für Newcomer ein Potential für Angebote zu nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen. Weniger ist mehr, ist das Lebensmotto der Jungen: Materielles wird getauscht, geliehen, vermietet. Immaterielles wie Vertrauen und Verlässlichkeit hat einen neuen Wert. Co-Sharing von Wissen heisst Co-Working. Das Zeitalter des Teilens ist angebrochen.

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Gemüse-Genossenschaft – mehr als ein Abo für Biogemüse
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Erntefrisches Bio-Gemüse wie aus dem eigenen Garten, aber solidarisch produziert. Weltweit gibt es community supported agriculture, sprich Gemüsegenossenschaften, die Produzenten und Konsumenten näher zueinander bringen. Der Produzent profitiert dank den Abos von der Absatzsicherheit, der Konsument von gesunden und frischen Landwirtschaftsprodukten – meist in Bioqualität.
Genossenschaftlich organisiert werden die Bauern in der Landwirtschaftsarbeit von den Mitgliedern unterstützt, ob bei der Bodenbearbeitung, der Pflanzenpflege oder der Ernte. Als Genossenschaftler profitiert man von der Mitbestimmung und von wöchentlichen Gemüsepaketen. Frei nach dem Motto: Saisonal und regional. Kommt als weiterer Vorteil dazu, dass diese Gemüse-Kooperativen in Stadtnähe den Transportweg für die Verteilung der frischen Ware über Depotstationen stark reduzieren. Ohne Zwischenhandel und Foodwaste eine sehr effiziente und nachhaltige Art der Lebensmittelproduktion, die oftmals sogar günstiger ist als konventionell angebaute Lebensmittel.

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Repair Café – Reparieren statt Wegwerfen
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Repair Café, Tüftelwerk, Flick-Kafi und wie sie sonst noch heissen, sind Veranstaltungen, an welchen defekte Gegenstände von Zuhause durch Reparaturprofis gratis geflickt werden. Es kann ein alter wertvoller Bilderrahmen sein, ein defektes Handy, eine zerrissene Goldkette oder ein Lieblingsspielzeug. Immer wieder landen Produkte im Abfall, die nur über kleine Defekte verfügen und mit geringem Aufwand wieder repariert werden können. Viele Kunden kommen verzweifelt- und gehen glücklich, weil ein ihnen liebgewonnener Gegenstand wieder in Takt ist. Durch das Reparieren können wertvolle Ressourcen geschont, Abfallberge vermieden und die Lebensdauer von Produkten erhöht werden. An solchen Reparaturveranstaltungen kann beim Fachsimpeln Kaffee und Kuchen genossen werden und auch das Gesellige kommt nicht zu kurz. Inzwischen gibt es in der Schweiz bereits über 140 Repair Cafés, die über das ganze Jahr verteilt ihre Dienstleistungen anbieten.

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wohnWagon
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Ein junges Team aus Ingenieuren, Planern und Handwerkern stellt autarke Tiny-Houses her. Sie beraten, planen und führen nach Wunsch modular zusammengesetzte Tiny-Houses aus, mit oder ohne Räder. Sowohl für die Heizung, das Kochen (Holzzentralheizung), die Wasseraufbereitung (Biotoilette, Pflanzenkläranlage) und die Stromproduktion (PV) gibt es verschiedene Varianten, so dass nur ein Stellplatz resp. ein Stück Land nötig ist. Der Wohnwagon wird nach ökologischen Grundsätzen produziert und bietet ein autarkes Zuhause. Ob als Senioren-residenz, als Lebensraum für Single, als Gästezimmer für Hotels oder Ferienhäuschen, der Wohnwagon transpor-tiert den Lebensstil der Genügsamkeit gleich mit. Sowohl ein Angebot für verdichtetes Bauen als auch eine Möglichkeit ruhige Orte zu geniessen. Die ersten 70 wohnWagons sind bereits verkauft nach Deutschland, Österreich und der Schweiz.

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Unverpackt - Zero Waste
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Getreide, Gemüse, Milchprodukte: Lebensmittel ohne Verpackung einkaufen ist in rund 80 Unverpackt-Läden in Deutschland seit 2014 möglich. Zero-Waste ist das Schlagwort, um sich gegen die extrem hohen Abfallmengen aufzulehnen. Die Kundschaft bringt dazu ihre eigenen, wiederverwendbaren Behältnisse selber mit oder bedient sich dem Pfandsystem. In einigen Läden mit Offenverkauf von Lebensmitteln wird das Sortiment erweitert um Non-Food-Produkte wie beispielsweise Toiletten- und Reinigungs- oder Haushaltsartikel, die auch per Online-Versand – natürlich in wiederverwertbaren Packungen versandt - zu einem plastikfreien Haushalt beitragen. Auch in der Schweiz gewinnt die Idee an Boden, inzwischen gibt es bereits 20 Unverpackt-Läden. Ein Plus: saisonal, regional und biologisch wird grossgeschrieben.

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